Pressemeldungen und -Kommentare


Die Westdeutsche Zeitung vom 30. November schreibt:

"Mit dem Thema Ortsschilder will man sich erst in einigen Jahren wieder befassen. (...) Gegen die Idee der Verwaltung, von einem Stadtteil zum anderen solle man per Ortsteil-Schild von Nettetal immer nur nach Nettetal kommen, hatte ein Bürgerantrag von Ralf Schmeink aus Lobberich heftig protestiert."

Lesen Sie hier den kompletten Artikel


Rheinische Post vom 26. November:

Unter der Überschrift "Nettetal ist nicht Schilda" schreibt Ludger Peters, die Stadt ließe die umstrittene Änderung der Ortseingangs- und Ausgangsschilder fallen. Er zitiert den Fraktionsvorsitzenden der Mehrheitspartei CDU mit den Worten: "Wir haben ganz andere Sorgen".


In der September - Ausgabe von "Pluspunkt Nettetal"

wird unter der Überschrift "Unterschriften gegen neue Ortsschilder - Bürger setzen sich mit Unterschriftenaktion für den Erhalt der Ortsschilder ein" der Stand der Unterschriftenaktion berichtet: 440 Unterschriften sind vorhanden, weiter große Resonanz.


am 8. Septeber 2005

erscheinen 2 Leserbriefe pro bestehende Ortstafeln in den Grenzland-Nachrichten.


am 03. September 2005 berichtet die Rheinische Post

unter der Überschrift: "Denn überall ist Nettetal" fasst Ludger Peters logische Bedenken zusammen: "Bestechend richtig"


am 1. September 2005 berichten die GN:

"Bürger setzen sich für den Erhalt der bisherigen Ortsschilder ein"


am 19. August 2005 berichtet "Pluspunkt Nettetal" ganzseitig über die Ortstafel - Diskussion.

Argumente "Pro":

Argumente Contra:


Am 2. Dezember 2004 schreibt  Ludger Peters in der Rheinischen Post:
"Irrfahrten auf der A 61"

Der Artikel behandelt die Bezeichnungen der Autobahnausfahrten in Nettetal:

Das sind:

Wer als Auswärtiger nur "Nettetal" komme, verließe natürlich bei "Nettetal" die Autobahn. "Willkommen in der virtuellen Stadt", schreibt Peters. Einen fassbaren Ort mit Namen "Nettetal" gebe es nicht.

"Wie soll ein (...) Fernfahrer (...) die nicht existierende "Stadt Nettetal" finden?"

Peters plädiert für eine Mischung aus Nummern und Gewerbegebietsnamen als Dienstleisung für Ortsfremde.


Festschrift 111 Jahre "De molveren Dei" 2004

Eigene Ortsschilder für Lötsch

Lötsch. Seit dem vergangenen Donnerstag werden auch die Einfahrten der Sektion Lötsch durch gelbe Ortseingangsschilder geziert. Je zwei Schilder weisen nun den Weg in die Lötscher Honschaft "Hött" ein weiteres in die Honschaft "Hees". Zustande kam die Aufstellung der Schilder durch eine Initiative der Lötscher Bürger (v.1.n.r) Jan van der Velden, Marc Kückemanns, Frank Götz und Jens Heythausen, die zur Durchsetzung ihres Vorhabens 171 Unterschriften in den Lötscher Haushalten sammelten und der Stadt Nettetal vorlegen konnten.


reproduziert mit freundlicher Genehmigung von Holger Michels


Dezember 1996: GRENZLAND-NACHRICHTEN:

In Leutherheide kämpft ein König um sein Dorf

Ortseingungsschilder plötzlich verschwunden

Leutherheide. "Wo liegt Leutherheide?" wurde Heinz-Gerd Heußen, "Ureinwohner" des Dorfes und amtierender König der St. Peter- und Paul Bruderschaft in der vergangenen Woche gleich mehrmals von "umherirrenden" Reisenden gefragt, die zur Bischöflichen Akademie "Heydevelthof" wollten. Verzweifelt hatte mancher nach dem Ortseingang gesucht. Zunächst schien Heußen dies unerklärlich, waren doch alle Zufahrten von der Kreisstraße her mit den Ortseingangsschildern "Leutherheidel" versehen.

Als Heußen dann der Sache auf den Grund ging, schlug sein Unverständnis in "große Enttäuschung" um. Die Ortseingangsschilder gab es nämlich nicht mehr. Am Friedhof steht lediglich noch das Gestell. Wer über die Blumentalstraße in das Dorf kommt, liest auf dem Schild, daß er in "Breyell - Stadt Nettetal" ist. Und am Eingang von Ritzbruch her ist das Schild demontiert..

Ins Nichts führt diese Straße nicht - auch wenn der Rahmen des Ortsschildes leer ist. Nicht nur an dieser Stelle ist es für den auswärtigen Besucher schwer zu erkennen, daß er sich am Ortseingang von Leutherheide befindet. Andernorts weist ihn ein neues Schild auf Breyell hin. Foto: Horst Siemes

Jetzt stellt sich für Heußen die Frage: "Gibt es Leutherheide nicht mehr?" Und fügt an: "Nachdem kürzlich die letzte Gaststätte in Leutherheide geschlossen wurde, bangen nun die Bürger um die Zukunft ihres traditionsbewußten Dörfchens." Die äußeren Zeichen sprächen jedenfalls für dessen Untergang."

Wie wohl die Mehrzahl der Leutherheider fragt er: "Haben die Stadtväter das gewollt?" Die Entscheidung zur Wegnahme der Ortseingangsschilder sei jedenfalls an den Bürgern vorbeigegangen. Heußen wiederholt, was schon in mehreren Bürgerschaftsversammlungen befürchtet wurde: "Zunächst hat man die Straßen umbenannt, jetzt nehmen sie uns die Ortseingangsschilder. Der Antrag auf Anerkennung als eigener Stadtteil wurde vom Stadtrat belächelt. Leutherheide hat aber eine eigene Identität, eine sehr alte Tradition und immer für seine Eigenständigkeit gekämpft."

Auf Anfrage der GN betonte Bürgermeister Matthias Timmermanns: "Die Wegnahme der Ortseingangstafeln für Leutherheide entspricht nicht dem Willen des Stadtrates." Diese "merkwürdige Situation" sei ihm am Wochenende auch aufgefallen: "Das kann nur ein Versehen sein."

Breyells Ortsvorsteher Hans Siemes zeigte sich geradezu entsetzt: "Der Name Leutherheide soll auch in den Ortsschildern erhalten bleiben. Hier ist ohne Gefühl für Geschichte und Tradition gehandelt worden. Ich werde mich darum kümmern."

Erhard Backes, Sprecher der Aktionsgemeinschaft Leutherheide erklärte, man brauche vernünftige Ortseingangsschilder. Das dürfe nicht am Geld scheitern. Notfalls übernehme die "Aktionsgemeinschaft" die Kosten für eine vernünftige Beschilderung: "Das muß jetzt schnell gehen."

Das Ordnungsamt der Stadt hat seine Gründe für den "Schilderwechsel". Beispielsweise wird in Höhe von Leutherheide jetzt auf Breyell (verwiesen), weil mit dem Einbau der Schikane in Höhe von Ritzbruch der Ortseingang in Richtung Leuth verschoben wurde. Ein anderes "Leutherheide-Schild" wurde schlichtweg gestohlen.

Gemeinsam mit der "Aktionsgemeinschaft" habe man inzwischen überlegt, wie dennoch auf Leutherheide hingewiesen werden könne, so Amtsleiter Heinz-Willi Schmitz. Möglich wäre es wie an anderer Stelle auch weiße Schilder mit schwarzer Beschriftung aufzustellen. Eine Alternative seien auch Schilder aus Holz, wie sie etwa auf den Erholungsort Hinsbeck hinweisen. Sollte es aber politisch gewollt sein, könne man sicherlich auch darüber nachdenken, an der Stelle, wo das Schild gestohlen wurde, wieder ein "richtiges" Ortseingangsschild anzubringen.


Rheinische Post,  7. Dezember 1996:


Übersicht "Ortstafeln"